Fussball TuS I.

Aufstieg in die Oberliga ist perfekt

Nur rund 20 Minuten lang musste man sich um den TuS Haltern am Sonntag Sorgen machen, dann lief es wie geschmiert: Vor 1200 Zuschauern in der Stauseekampfbahn bezwang die Mannschaft von Trainer Magnus Niemöller den Delbrücker SC mit 2:0 und steigt als Westfalenliga-Meister in die Oberliga auf.

Die große Kulisse und der Druck lagen in der Anfangsphase schwer auf den Schultern der Halterner Spieler, die keinen Zugriff bekamen. Delbrück brannte zwar kein Offensiv-Feuerwerk ab, hatte aber mehr vom Spiel. Ob Zufall oder nicht, erst nach der Trinkpause Mitte der ersten Halbzeit schüttelten die Gastgeber die Nervosität ab und fanden ihren Rhythmus.

Zu diesem Zeitpunkt waren die ersten Entscheidungen bereits gefallen, denn Vreden führte gegen Zweckel schon mit 4:0 (Endstand: 8:0). Damit war klar, dass dem TuS nur ein Sieg hilft, während Delbrück de facto schon aus dem Titelrennen war – und Haltern hatte das Signal verstanden. Stefan Oerterer gab nach 30 Minuten den ersten gefährlichen Schuss auf das Gäste-Tor ab und war auch kurz vor der Pause gleich doppelt am Führungstor beteiligt: Delbrücks Patrick Kurzen rutschte unglücklich und ungeschickt in Halterns Top-Torjäger hinein, der den fälligen Elfmeter aufreizend lässig zum 1:0 verwandelte (43.) und sich vorher auch von der Durchsage des Stadionsprechers, bitte die leeren Bierbecher zum Getränkestand zurückzubringen, nicht hatte irritieren lassen.

Acht Minuten nach der Pause ließ Oerterer nach feiner Vorarbeit von Deniz Batman seinen 34. Saisontreffer folgen. Das 2:0 war die Vorentscheidung. Delbrück ließ sich zwar nicht hängen, fand aber kein Mittel mehr, um die stabile Halterner Defensive in Verlegenheit zu bringen. Spätestens nach der Roten Karte gegen Patrick Plucinski (83.), der Marvin Schurig übel – aber wohl folgenlos – umgetreten hatte, wartete die komplette Stauseekampfbahn nur noch auf den Schlusspfiff. Der leitete sieben Minuten später eine große Party ein, die in dieser Woche auf Mallorca fortgesetzt wird. Im Koffer werden auch die Meister-Shirts liegen – mit der passenden Aufschrift: „Wir spielen in einer anderen Liga!“