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Gothia-Cup 2017: Ein unvergessliches Erlebnis

1762 Jugendteams aus 82 Nationen – darunter auch die E- und D-Jugendmannschaft vom TuS Haltern: Beim Gothia Cup in Schweden spielten sogar schon Andrea Pirlo und Xabi Alonso.

Die Nachwuchskicker des Seestadtklubs sind vor einer Woche nach Göteborg gereist und tragen dort mit Stolz ihre schwarz-weißen Trikots. 4372 Spiele wurden bei dem Turnier in der zweitgrößten schwedischen Stadt ausgetragen, die ganze Stadt verwandelt sich in ein Spielfeld für das Turnier der Superlative. „Es ist nicht nur das größte, sondern auch das internationalste Jugendevent der Welt“, so Kirstin Reese, die die Fahrt für den TuS Haltern federführend organisiert hat. „Die Mischung aus Sprachen, Kulturen, Religionen und Lebensweisen verleiht dem Turnier seinen besonderen Geist. Die Eröffnungsfeier am Montagabend im Ullevi-Stadion vor mehr als 50 000 Zuschauern war für die Kids ein absolutes Highlight“, so Reese. Sogar aus Namibia und Nepal, aus Chile oder China sind Mannschaften angereist. Viele präsentieren sich in nationalen Farben, Trachten oder historischen Aufzügen.

Die Geschichte des Gothia Cups begann 1975, als die beiden Göteborger Vereine BK Häcken und GAIS in Zusammenarbeit mit der Lokalzeitung „Arbetet“ erstmals ein Turnier auf die Beine stellten. Für die Halterner Jungs ist der Pokal vor allem ein großes Abenteuer fern der Heimat: Viele sind erstmals ohne ihre Eltern im Ausland und entdecken eine fremde Stadt, treffen Gleichaltrige vor Ort, übernachten mit ihnen in denselben Schulen oder essen gemeinsam oder kicken vor der Tür.

Der Fußball steht zwar im Mittelpunkt, Ergebnisse aber treten schnell in den Hintergrund. „Die Jungs unserer D-Jugend haben zwar alle drei Vorrundenspiele unglücklich verloren, aber die Stimmung ist trotzdem super“, erzählt Kristin Reese. Für die E1 des TuS Haltern lief die Vorrunde besser. Das Team von Hannah Amendt konnte alle Spiele gewinnen. Nach der Vorrunde musste man sich dann jedoch den Würzburgern Kickers mit 0:7 geschlagen geben.

Seit 1975 haben mehr als eine Million junger Menschen – Spieler, Trainer und Betreuer – die schwedische Gastfreundschaft am eigenen Leib erfahren. „Die Fahrt war für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis. Wir haben viele neue Freunde aus der ganzen Welt gewonnen.“

Am Samstag (22. Juli) geht es für die Haltener dann wieder nach Hause.