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„Kochi“ bedankt sich bei Dr. Noel Stais

Elf Monate hat TuS Halterns Fußballer André Koch auf sein Comeback auf dem Fußballplatz hingearbeitet. Und das nach einer Verletzung, die ihn beinahe zum Sportinvaliden gemacht hätte. Große Hilfe erfuhr „Kochi“ dabei von Dr. Noel Stais, einem Facharzt für Orthopädie, der auch die Kicker vom Bundesligisten FC Schalke 04 medizinisch betreut. Nun bedankte er sich mit einem TuS Haltern Trikot für die überragende Unterstützung in den vergangenen Monaten.

Alles begann am 13. November, im Fußball-Westfalenligaspiel des TuS Haltern gegen den SV Rödinghausen II. Es war die 75. Minute: Nach einem Zweikampf muss André Koch, unser damaliger Kapitän, verletzt ausgewechselt werden. Nicht nur das Spiel und die Saison sollten damit für den damals 30-Jährigen vorbei sein, seine gesamte Karriere stand auf dem Spiel: Denn Koch zog sich einen Knorpelschaden zu und, wie sich erst später bei einer Operation herausstellte, auch einen Kreuzbandriss. Viele legten ihm schon das Karriereende nahe und sagten „ich solle froh sein, wenn ich überhaupt wieder normal laufen kann“, sagt Koch. Sein behandelnder Arzt, Dr. med. Noel Stais, bezeichnete die Verletzung als „für Knieverhältnisse eine Art Herzinfarkt“. Doch umso erstaunlicher: Im Bezirksliga-Derby der Halterner Zweitvertretung gegen den SV Lippramsdorf (0:3) feierte er im September für 37 Minuten sein Comeback auf dem Fußballplatz. Seine elfmonatige Leidenszeit nahm damit ein positives Ende. „Und das war einfach sensationell“, sagt Koch.

Mittlerweile ist er wieder zurück im Training der Oberligamannschaft von Trainer Magnus Niemöller. „Es war ein langer Weg“, sagt Koch. Ein Weg, auf dem er viele überrascht hat. „Das, was er geschafft hat, hat er alles selbst geschafft“, sagt Stais, „Hochachtung, vor dieser Leistung.“

„Wie er sich rangekämpft hat, ist beispiellos“, sagt auch TuS-Coach Magnus Niemöller. Doch bis zur Erfüllung seines Ziels, „ist es noch ein Weg, bei dem er den Ausgang aber schon sehen kann“, erklärt der Trainer. Für Koch ginge es jetzt darum, in den Wochen bis Weihnachten wichtige Spielpraxis zu sammeln. Wenn er dann eine gute Wintervorbereitung hinlegt, „dann ist der Plan, ihn Mitte Februar im Wettkampf zu haben“, sagt Niemöller.