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„Metze“ spricht im Interview über Neubau

Christoph Metzelder will seinen Heimatverein TuS Haltern weiter nach oben führen: von der Oberliga Westfalen, der fünfthöchsten Spielklasse, in die Regionalliga. Im Oktober 2017 stellte er die Pläne seines Vereins, aus der Stauseekampfbahn ein Stadion zu entwickeln, erstmals öffentlich vor. In einem Gespräch mit HZ-Redakteurin Elisabeth Schrief beschrieb er den derzeitigen Planungsstand.

Die Professionalisierung des Halterner Amateurfußballs ist ein ehrgeiziges, anspruchsvolles Ziel. Wie kann das ein Verein mit gut 1000 Mitgliedern erreichen? 

Antwort: Der Neubau einer Stausee Arena mit 1200 Sitz- und 1600 Stehplätzen, mit Tribünen, Gästebereich und professioneller Flutlichtanlage ist eine finanzielle Herausforderung für den TuS, zumal er dieses Vorhaben aus eigener Kraft ohne Mittel der Stadt schaffen muss. Früher haben Kommunen Stadien gebaut, an einigen Bundesliga-Standorten bezahlen sie noch heute direkt oder indirekt über Stadiongesellschaften die Zeche dafür. Wir haben in Haltern die Chance, mit einem völlig anderen Konzept partnerschaftlich eine Sportstätte zu sanieren und auf die Zukunft vorzubereiten.

Der TuS Haltern will sich als Amateurverein zukunftsfähig aufstellen. Wie gelingt das?

Antwort: Das Kernstück der Arena ist eine multifunktionelle Haupttribüne mit vermietbaren Flächen. Wir wollen ein Sport- und Begegnungsquartier schaffen, das sich aus sich selber heraus trägt. Das Gebäude soll nicht nur an den Heimspieltagen der Fußballer, sondern auch an den restlichen Tagen eines Jahres von einer breiten Öffentlichkeit genutzt werden. Die Stausee Arena muss einen Mehrwert für die Menschen in Haltern haben, deswegen wird es eine öffentlich genutzte Sportstätte bleiben und viele Angebote für die Bürgerinnen und Bürger enthalten.

Wie sieht diese Multi-Funktionalität aus?

Antwort: Neben dem Kinderhaus Rasselbande ist eine Gastronomie mit Veranstaltungsflächen geplant, die in Haltern extrem nachgefragt sind. Dazu sollen Physiotherapie, Fitness- und Kursbereich und weitere medizinische Dienstleistungen unter einem Dach entstehen. Und dann reden wir nicht mehr von einem Stadion, sondern von einem Sport-, Bewegungs- und Begegnungsquartier. Das wäre Deutschlands innovativstes Tribünenkonzept.

Der TuS hat noch keinen Bauantrag gestellt. Wo stehen Sie mit den Planungen?

Antwort: Die Komplexität des Konzepts, die private Finanzierung und eine ambitionierte Zeitschiene stellen uns vor massive Herausforderungen. Viele Menschen, inklusive unserer Ansprechpartner in der Verwaltung arbeiten mit Hochdruck ehrenamtlich an diesem Projekt. Im März entscheidet der Rat über den Erbpachtvertrag, dann sind wir hoffentlich in Sachen Nutzer- und Finanzierungskonzept so weit, dass auch wir als Verein eine Beschlussvorlage haben. Die Veranstaltung in der Mensa war deswegen in diesem Kontext wichtig: Als öffentlicher Kick-Off. Gerade die Resonanz der Halterner Unternehmer auf die Kita ist sehr positiv.

Quelle: Halterner Zeitung