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Oberliga: „Besondere Herausforderung“ im Wersestadion

Mit einer Mischung aus großem Respekt und Selbstbewusstsein geht der TuS Haltern in die letzten vier Saisonspiele, die gleichermaßen eine Art Aufholjagd sind. Der Oberliga-Neuling kann zwar aus eigener Kraft die Qualifikation für einen der beiden Aufstiegsplätze nicht mehr schaffen, will allerdings mit einem Sieg an diesem Donnerstag (15.00 Uhr) in Ahlen das kleine Fünkchen Hoffnung gegenüber der Konkurrenz am Glimmen halten.

Um es im „Bundesliga-Sprachgebrauch“ auszudrücken: Die „Europa Leauge“ (also den Westfalenpokal) haben die Seestädter bereits vier Runden vor Schluss fest gebucht (Magnus Niemöller: „Ein super famose Leistung, dickes Kompliment an den gesamten Club“), jetzt „wollen wir natürlich aber auch noch in die Champions Leauge.“ Dazu ist Platz vier notwendig, der laut dem Trainer „auch in einer anderen Konstellation nach Saisonende möglicherweise noch hochinteressant werden kann.“ Zukunftsmusik.

Denn vorerst sind alle Blicke auf das „letzte Nachholspiel“ in diesem Jahr im traditionsreichen Wersestadion gerichtet. Der TuS-Coach nennt RW Ahlen dabei „eine besondere und spezielle Herausforderung“ und betont die Schwere der Aufgabe: „Das Spiel in Ahlen ist für uns tabellarisch sehr wichtig. Wir wollen jetzt nicht mehr nachlassen.“

Gegen den letztjährigen Regionaligisten drohen allerdings die eigenen Personalprobleme durchaus ins Gewicht zu fallen. Vom Anspruch, „jedes Spiel erfolgreich bestreiten zu wollen“, rückt Niemöller aber indes nicht ab. „Es gibt eine Menge Ziele in dieser Partie“, streicht der Trainer heraus und prophezeit, ebenfalls in Erwartung eines “verdammt starken Gegners, ein sehr spannendes, rassiges Spiel, auch für die Zuschauer.“ Das Team von Michael Schrank habe sehr spielstarke, schnelle Akteure im vorderen Bereich und Sechser, „die immer wieder versuchen, das Spiel von hinten klug zu eröffnen.“ Außerdem sei die Mannschaft gespickt von Spielerpersönlichkeiten, die schon in höheren Ligen ihre Klasse unter Beweis gestellt haben.

Ein gut verpacktes Lob gibt der Trainer seiner Mannschaft – gerade nach dem jüngsten Erfolg gegen die Hammer Spvgg – dabei noch mit auf den Weg: „Die Mentalität ist da, und die Jungs haben uns in den letzten beiden Spielzeiten oft genug bewiesen, welchen starken und ausgeprägten Charakter sie haben.“ Darüber hinaus begeistern ihn die brutale Effektivität und Effizienz, die seine Mannschaft in den vergangenen Monaten immer wieder eindrucksvoll nachgewiesen habe: „Unsere Spieler haben in kleineren Druck-Spielen immer wieder Lösungen gefunden, um diese Partien zu gewinnen. Und das waren nicht immer die Maßnahmen, die wir uns vorher überlegt haben. Sondern eben auch solche, die sich im Spielverlauf ergeben haben. Wir verlassen uns nicht nur auf unsere Stabilität, sondern sind in vielen Bereichen kompletter geworden.“

Nicht ganz einfach wird am Donnerstag die Besetzung einiger wichtiger Spielzonen. Zwar stößt Deniz Batman wieder zum Kader, doch ein Einsatz des Offensivspielers von Beginn an ist ebenso nicht garantiert wie die der Defensivspieler Lennart Rademacher, Tim Forsmann und Christoph Kasak. Diese Ausfälle würde eine zusätzliche Lücke in den Defensivverbund reißen. Muskuläre Probleme behindern dagegen Janis Scheuch – hier wird das Abschlusstraining über die Nominierung entscheiden. Ohnehin nicht zur Verfügung stehen Andre Koch, Maurice Pagels und Thomas Swiatkowski.