TuS I.

Oberliga: Hester vom Pech verfolgt

Für Rafael Hester im Tor des TuS Haltern war aus persönlicher Sicht ein durchwachsenes Wochenende. Nach einem halben Eigentor wurde er verletzt ausgewechselt. Eine endgültige Diagnose steht noch aus. Für Rafael Hester im Tor des TuS Haltern war es am Sonntag der zweite Startelf-Einsatz in der Fußball-Oberliga seit seinem Wechsel vom TSV Marl-Hüls zum TuS im Sommer. Er hatte sich ihn sicherlich anders vorgestellt.

Nach fünf Minuten unterlief ihm im Zusammenspiel mit Innenverteidiger und Kapitän Nils Eisen gegen Gütersloh ein Eigentor (5./0:1). Genau bei dieser Aktion blieb der 24-Jährige im Rasen hängen und knickte um – nach 21 Minuten war das Spiel für ihn vorzeitig beendet. Mit bandagiertem Knöchel musste er die restlichen Minuten vom Spielfeldrand zuschauen. Enttäuscht und wütend sei Hester nach seiner Auswechselung gewesen. „Gott sei Dank sind wir zurückgekommen“, sagt Hester. Durch zwei Tore von Torjäger Stefan Oerterer – sein Treffer zum 2:1 fiel in der Nachspielzeit – drehten die Halterner die Partie. Das Eigentor, „ein klassischer Slapstick“, wie Hester sagt, blieb ohne Folgen. Sein Umknicken wohl aber nicht.

Am Montag wurde er im Krankenhaus geröntgt. Dabei wurde nichts festgestellt. Am Mittwoch wird er im Medicos genauer untersucht. „Ich schätze, dass das Außenband leicht überdehnt ist“, sagt der Torhüter. Gerne würde er nach einer Woche wieder in das Training des Oberligisten einsteigen.

„Die Schmerzen haben etwas nachgelassen“, sagt sein Trainer Magnus Niemöller, „wir hoffen, dass es keine langwierige Geschichte ist.“

Erst einmal zuvor stand Hester von Beginn an im Kasten: Gegen den TSC Marl-Hüls gewannen die Halterner mit ihm 3:0. Gegen seine alten Mannschaftskollegen war das für ihn „ein besonderes Spiel“, sagt Niemöller. Mittlerweile wurde das Duell annulliert.

Mehrere Verletzungen

Nun folgte am Sonntag sein zweiter Startelfeinsatz. Marcel Müller fehlte zwischenzeitlich drei Wochen berufsbedingt im Training. „Da wollten wir Rafa spielen lassen“, sagt Niemöller, „wir hatten das Gefühl, er ist besser im Rhythmus.“ Gut möglich, dass er auch am kommenden Sonntag gegen den Spitzenreiter Kaan-Marienborn wieder zwischen den Pfosten gestanden hätte. Doch daraus wird wohl nichts.

Bereits in der Hinrunde musste sich Hester mit Verletzungen herumschlagen: Mal war es die Hüfte, die Probleme machte, nach dem Pokalspiel gegen den FC Marl (3:1) waren es die Bauchmuskeln. „Irgendwie bin ich vom Pech verfolgt“, sagt der Torhüter. Deswegen sei die Hinrunde für ihn auch nicht befriedigend gewesen. Die Wintervorbereitung konnte er danach voll mitziehen. „Ich war glücklich, dass ich endlich fit war“, erklärt Hester.

Den Kopf will er aber nicht in den Sand stecken: „Ich muss optimistisch bleiben“, sagt der Torwart. Sein Plan: „So schnell wie möglich ins Training einsteigen und dann so viele Spiele wie möglich spielen.“

Quelle: Halterner Zeitung

Foto: Olaf Krimpmann