Fussball TuS I.

Oberliga: Niemöller erwartet offensiven Gegner

Es ist das letzte Heimspiel des Jahres 2017: Wenn der TuS Haltern am Sonntag um 14.30 Uhr den FC Brünninghausen empfängt, geht ein langes und überaus erfolgreiches Fußballjahr für die Seestädter in der Stauseekampfbahn zu Ende. Gleichzeitig endet auch die Hinrunde in der Oberliga-Westfalen, die aktuell ein mehr als verzerrtes und diffuses Tabellenbild liefert.

„Ein Blick auf das derzeitige Tabellenranking macht im Moment überhaupt keinen Sinn. Es wird gerade viel zu viel im Konjunktiv gesprochen, wo Mannschaften hätten stehen können, wenn Spiele nicht ausgefallen oder Punkte nicht abgezogen worden wären“, sagt TuS-Coach Magnus Niemöller.

Viel lieber kümmert sich der TuS-Trainer um die anstehende Partie gegen den FC Brünninghausen, wo ein Gegner mit „offensivem Ansatz“ erwartet wird. Der Tabellensechste stehe für „viel, viel Fußball, viel Beweglich- und Geschwindigkeit“ und zähle „zu den Top-Vier-Mannschaften, was das Umschalten angeht.“ Sein Gesamturteil: Erfahren, erfolgreich, komplett.

Vor genau einem Jahr standen sich beide Teams bereits in der zweiten Runde des Westfalenpokals gegenüber. „Damals waren wir beim 0:2 fast chancenlos“, erinnert sich der Trainer: „Mit Florian Gondrum, Robin Gallus, Leon Enzmann, Arif Et und Dominik Behrend sind sie in vorderster Reihe und in der Kreativzentrale top besetzt. Und hinten halten Sebastian Kruse und Kapitän Alexander Enke als echte Türsteher den Laden zusammen. Ganz klar: Wir respektieren ihre Qualitäten.“

Noch kein Licht am Ende des Tunnels sieht der Coach, was die Personalprobleme angeht. Mit André Koch (noch Trainingsrückstand), Thomas Swiatkowski (Außenbandriss), Phil Janicki, Janis Scheuch (beide Erkältung) und Deniz Batman (Knöchelprobleme) könnten sich mehrere TuS-Akteure abmelden. Alle seien „wohl noch keine Kaderoptionen“, geschweige denn „Kandidaten für die Startformation“. Dafür könnte Dennis Drepper nach seiner Erkältung in dieser Woche in den Kader zurückkehren.

Gut für den Trainer, dem – und dessen Spielern – die Wichtigkeit und Bedeutung der Partie durchaus klar ist. Mit dem gewohnten Realitätssinn will Niemöller auch beim Jahresabschluss im eigenen Stadion nichts von verfrühten Lobeshymnen für 2017 für den Aufsteiger wissen: „Es gibt unterschiedliche Lösungsansätze für dieses Spiel, wir haben ohnehin ein sehr lebendiges System. Es wird jedenfalls eine sehr große Aufgabe und erfordert all unsere Kraft. Wir werden noch einmal alles reinsetzen.“