TuS I.

Oberliga: Niemöller erwartet Stresstest in Rheine

In der Oberliga Westfalen folgt auf den „Super-Donnerstag“ der „Mega-Sonntag“. Der Kampf um die Aufstiegsplätze zur Regionalliga West nimmt im westfälischen Oberhaus immer dramatischere Züge an. Hamm, Kaan-Marienborn, Lippstadt und Haltern hatten am Vatertag allen Grund zu feiern und fuhren allesamt wichtige Dreier ein. Bis auf die Käaner, die am kommenden Spieltag spielfrei haben, sind alle besagten Teams im Dauereinsatz. Und auch die am Donnerstag pausierenden Teams, der ASC 09 Dortmund und Schalkes U23, greifen wieder ins Geschehen ein. Mehr noch, beide Mannschaften treffen im Aplerbecker Waldstadion im direkten Duell aufeinander.

Einen „Stresstest“ an diesem 32. Spieltag hat der TuS Haltern zu absolvieren, der um 15.00 Uhr „eines der schwersten Auswärtsspiele der gesamten Oberliga-Saison“ bestreiten muss. Am Delsen in Rheine erwartet die heimische Eintracht die Elf von Magnus Niemöller. Er selbst und Rheines Coach Uwe Laurenz sind mittlerweile die dienstältesten Trainer der Oberliga Westfalen. Und Niemöller hat für seinen Trainerkollegen nur lobende Worte parat: „Er schreibt seit Jahren eine tolle Geschichte in Rheine, hat die Mannschaft kontinuierlich entwickelt und super Spieler geformt.“ Wenn man an Rheine denke, stünden natürlich sofort Persönlichkeiten wie Philip Fontein und Timo Scherping im Fokus. „Aber sie haben viele weitere fleißige Spieler in ihren Reihen wie Maik Osterhaus, Luca Meyer oder Kevin Grewe.“ Ohnehin stehe der Tabellenneunte traditionell für viel Spielwitz, Torgefahr und Lebendigkeit. Genau diese Werte waren am Donnerstag bei der unglücklichen 1:2 Niederlage in Kaan zu beobachten.

„Wir müssen auf einiges gefasst sein. Alles unter 100% ist am Sonntag nicht erlaubt“, weiß der Trainer, der auch erklärt: „Für uns ist dieses Saisonfinale der Anker, die letzten drei Spiel mit vollem Elan und voller Intensität anzugehen. Wir wollen am Anschlag sein.“

Weiterhin verlangt er, dass der Fokus in der Obi-Arena nur auf der eigenen Leistung liegen müsse: „Wir sollten während des Spiels komplett ausblenden, was auf den anderen Plätzen passiert und keine Zwischenergebnisse transportieren.“ Denn genau dieses ‚Was-wäre-wenn‘ hat der Trainer als einen möglichen Stolperstein ausgemacht. „Wir dürfen jetzt nicht anfangen zu rechnen, sondern müssen gucken, dass wir am Sonntag komplett bei uns sind und eine innere Ruhe finden“, fordert er.

Über einen System- und Personalwechsel im Vergleich zum Sieg in Ahlen denkt Magnus Niemöller genau so nach wie über die Rollen von Stefan Oerterer („Als Außenspieler hat er in Ahlen ein Riesenspiel gemacht) und „Allzweckwaffe“ Nils Eisen. Der Kapitän überzeugte am Donnerstag vollauf als Achter – gut möglich, dass er in Rheine den gleichen Auftrag bekommt oder vielleicht doch wieder in die Rolle des Sechsers oder die des Innenverteidigers schlüpft. Denkbar wären auch drei Sechser, bestehend aus Vennemann, Diericks und Batman, die abwechselnd den defensiveren Part übernehmen und sich mitunter auch offensiver orientieren würden. Kein Thema für Sonntag sind Thomas Swiatkowski, Andre Koch und Maurice Pagels, die allesamt verletzt pausieren müssen.

Nach Ansicht des TuS-Coaches gibt es für seine Spieler trotz der vielen Highlights in dieser Saison keine Alternative dazu, jeden Lauf in der Defensive mitzugehen: „Es gehört gerade in einer englischen Woche sehr viel Wille und Überwindung dazu, diese Wege nach hinten noch mal zu machen. Gerade in Rheine.“

Wie auch immer der Ligaendspurt ausgehen wird, ist der Trainer um kein Lob verlegen: „Die Art und Weise, wie wir alle im Team und im Club zusammengehalten haben, gibt uns ein sehr gutes Gefühl für die Zukunft. Genau dieser Zusammenhalt hat wesentlich zu unserer Spielzeit beigetragen, er ist darüber hinaus die Basis für sportlichen Erfolg in Haltern.“