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Oberliga: Niemöller will gegen Hassel nicht rotieren

Keine Frage, der 12. Spieltag der Oberliga Westfalen hat es in sich. Von den ersten fünf Mannschaften der Tabelle treten vier Teams im direkten Vergleich gegeneinander an. Während es im Top-Spiel zwischen dem ASC 09 und Kaan-Marienborn um die Tabellenführung geht, wollen im Verfolgerduell Schalke und Brünninghausen weiter Boden auf die Aufstiegsränge gutmachen. Der fünfte im Bunde ist der TuS Haltern, der am Sonntag beim SC Hassel antreten muss. Anstoß im Stadion Lüttinghof ist um 15 Uhr.

„Wenn wir vor dieser Partie auf den Spielplan oder auf die Tabelle gucken, haben wir schon verloren,“ meint TuS-Coach Magnus Niemöller, der vor allem die beherzten Heimauftritte der Gastgeber hervorhebt: „Sie haben Lippstadt geschlagen und auch gegen Rheine waren sie die bessere Mannschaft, indem sie beide Teams intensiv beschäftigt haben. Sie haben ihr Spiel gerade zu Hause etwas verändert, verteidigen phasenweise nun ein wenig höher und versuchen, Druck draufzubringen. Wenn jetzt noch Spieler wie Stieber, Gökyar oder Capakli in den Kader zurückkehren, ergibt sich in Summe ein sehr rundes und gefährliches Paket.“

Alle TuS-Spieler auf die Stärken und Verhaltensweisen des Gegners hinzuweisen und für Gegenmaßnahmen zu sensibilisieren, betrachten sie im TuS-Lager als zentrale Hauptaufgabe in diesen Tagen: „Fußballspiele laufen nicht an der Play-Station ab. Wir müssen am Sonntag einen harten Weg wählen und jede Menge Arbeit reinstecken. Mit Geschwindigkeit, der nötigen Intensität, aber auch mit Dribblings. Es gibt in Hassel keinen Unterschlupf, wo man sich verstecken kann. Man darf dort eigentlich alles machen – nur niemals passiv werden.“

Weiterhin sehr fraglich sind die Einsätze von Christoph Kasak, Julius Hölscher und Paul Keller, die unter der Woche nur leicht oder gar nicht trainieren konnten. Und bei Kapitän Nils Eisen und Jannis Scheuch, die beide gegen Sprockhövel schon nicht spielen konnten, sieht es keinesfalls besser aus. Angesprochen auf eine mögliche Rotation schiebt Magnus Niemöller aber gleich einen dicken Riegel vor: „Keine Chance. Hassel ist der letzte Ort auf diesem Planeten, wo ich auch nur ansatzweise über so etwas nachdenken würde.“