TuS I.

DFB-Pokal: Kampf um das letzte Ticket

Vor dem Qualifikationsspiel um den Einzug in den DFB-Pokal gegen den Regionaligisten SC  Verl am kommenden Donnerstag um 15.00 Uhr verbreitet Halterns Trainer Magnus Niemöller Optimismus. Er glaubt an seine Mannschaft, fordert alle Zuschauer und Fans zur bestmöglichen Unterstützung auf – und erklärt, warum Verl nicht sein Wunschlos ist.

Vor einigen Tagen hat der TuS Haltern bereits eine emotionale Saisonentscheidung miterlebt und den Aufstieg in die Regionalliga West gefeiert. Ein Erfolg, dessen Strahlkraft noch bis heute nachwirkt. Jetzt steht mit der Möglichkeit, tatsächlich in den DFB-Pokal einzuziehen, ein weiteres großes Ereignis an. „Ich finde es immer außergewöhnlich, wenn man nach Abschluss der Punktrunde noch ein weiteres Pflichtspiel bzw. ein KO-Spiel hat. Dann weiß man, dass man etwas Besonderes geleistet hat. Dieses Gefühl, noch einmal ein großes Heimspiel austragen zu dürfen, trägt uns gerade.“

Auch wenn die letzten Wochen sehr viel Substanz und Körner gekostet haben, will der Vizemeister der Oberliga Westfalen sämtliche Grenzen überwinden und die Spielzeit 2019 vergolden. „Wenn solche Saisonfinals wie jetzt in der Oberliga gut ausgehen, dann machen sie natürlich sehr viel Spaß“, sagt der 44-Jährige, der auf ähnliche Glücksgefühle wie in der Liga auch gegen den SC Verl hofft. „Im Ligabetrieb hat man bekanntlich 34 Spieltage Zeit, um sein Ziel zu erreichen, diesmal ist es nur ein einziges Match“, so Magnus Niemöller. „Ein Spiel, 90 Minuten plus X, die wir im Kopf haben müssen. Dieses Spiel und das ganze Drumherum sind etwas Besonderes, etwas Einmaliges für den Club und die gesamte Region.“

Vor dem Gegner, der die Regionalliga mit einem tollen siebten Platz abgeschlossen hat, haben die Halterner reichlich Respekt: „Leute, die wirklich Ahnung von Fußball haben, wollten Verl nicht als Gegner haben. Wenn du als Oberligist gegen einen etablierten Regionaligisten wie Verl spielst, bist du alles – aber ganz bestimmt kein Favorit.“

Gründe genug dafür gibt es viele. Die Ostwestfalen, die in der Liga in den letzten beiden Auswärtsspielen gegen Drittliga-Aufsteiger Viktoria Köln (1:1) und Vizemeister RW Oberhausen (3:3) die Meisterfrage wesentlich mitbeeinflusst haben, sind eine routinierte Mannschaft, mit offensiven und defensiven Top-Leuten besetzt und verfügen mit Guerino Capretti laut Niemöller über einen Spitzentrainer. „Ich sehe in Verl eine Mannschaft, die im Verbund bis zur allerletzten Sekunde sehr, sehr gut funktioniert. Sie sprinten sehr viel. Sie verteidigen ihr Tor super. Sie sind sehr kompakt und kassieren nicht allzu viele Gegentore.“ Dieses Team zu knacken, sei eine „harte Nuss.“

Der Trainer glaubt jedoch fest an seine Mannschaft, die am Donnerstag ihr 43. und definitiv letztes Pflichtspiel dieser Saison bestreiten wird.“ Durch ihren Charakter und ihren Zusammenhalt und nicht zuletzt durch den Aufstieg ist sehr großes Vertrauen da. Vertrauen unter den Spieler und in uns als Gruppe. Dieses Vertrauen ist unser großer Anker.“

In den vergangenen Monaten hat der Coach eine überaus spannende Entwicklung ausgemacht. „Es hat sich auch in der Trainingsarbeit ein großer Fleiß entwickelt. Die Bereitschaft, auf einem noch höheren Niveau zu trainieren, intensiver zu trainieren, hat noch einmal deutlich zugenommen.“ Am Donnerstag werde es nun „darauf ankommen, welche der beiden Mannschaften in diesem Spiel unter diesen Bedingungen und mit dem Wissen, um was es geht, die bessere Leistung abruft und es verdient, dieses Spiel zu gewinnen“.

Am besten mit voller Rückendeckung in der Stauseekampfbahn. Donnerstag ist Feiertag – im wahrsten Sinn des Wortes. Die Partie wird in ganz Westfalen von sehr großem Interesse heimgesucht, denn schließlich wird der 64. und zugleich letzte Teilnehmer im DFB-Pokal gesucht. Von den Zuschauern erwartet der Coach absolute Unterstützung. „Ich habe innerhalb unserer Mannschaft schon oft von Signal- und Unterschiedsspielern gesprochen. Ich wünsche mir, dass wir am Donnerstag über 2.000 Signal- und Unterschiedsspieler haben. Die uns in jeglicher Art und Weise unterstützen und positiv voranpushen. Egal, wie sich das Spiel entwickelt.“ Für Haltern und seine Mannschaft kann er nur „versprechen, dass wir alles reinhauen.“

Wie man personell-taktisch bestehen möchte, sei dagegen „noch nicht ganz entschieden.“ Die personelle Situation bezeichnet der Trainer ohnehin als „angespannt bis nicht ideal“. Also nicht die allerbesten Voraussetzungen. „Es wird wichtig sein, dass wir Spieler auf den Platz bekommen, die ein dickes Fell haben.“ Umso ungünstiger ist es daher, dass Nils Eisen, Christoph Kasak, Lars Pöhlker und Tim Forsmann aus unterschiedlichen Gründen sehr wahrscheinlich passen müssen. Tim Kallenbach und Arda Nebi sind erst seit Dienstag wieder für das Mannschaftstraining freigegeben und unter normalen Umständen noch keine Option. „Aber was ist in so einem Spiel schon normal?“

WICHTIGE HINWEISE FÜR ALLE ZUSCHAUER: 

Karten für die Partie am Donnerstag wird es nicht im Vorverkauf, sondern ausschließlich an den Tageskassen geben. Der Preis pro Karte beträgt acht Euro (ermäßigt sechs Euro). Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Die Tageskassen an der Stauseekampfbahn werden bereits ab 13 Uhr, also schon zwei Stunden vor Spielbeginn, geöffnet sein. „Wir rechnen mit einem hohen Zuschaueraufkommen und empfehlen allen Besuchern frühzeitig anzureisen, um pünktlich zum Anpfiff auf dem Gelände sein zu können“, so TuS-Pressesprecher Daniel Winkelkotte. Ein Parkleitsystem wird eingerichtet. Im Umfeld der Stauseekampfbahn sind Stellflächen für PKW allerdings nur in begrenztem Umfang vorhanden. Das Parken auf dem Gelände des Freizeitbades Aquarell ist ausschließlich Badegästen vorenthalten. „Alle heimischen Fans sollten nach Möglichkeit zu Fuß oder mit dem Rad in die Stauseekampfbahn kommen. Vor dem Eingang wird eine Fahrradstellfläche eingerichtet.“ Gästefans aus Verl können die Tageskasse „Gäste“ im Bereich der ehemaligen Skateranlage (ca. 150 Meter rechts neben dem Haupteingang) nutzen.

Wichtig: Saison-Dauerkarten berechtigen nicht zum Eintritt, da es sich um ein Pokalspiel handelt.

Für alle Fans, die das Spiel nicht live vor Ort verfolgen können, bietet die Halterner Zeitung in Kooperation mit SPORTTOTAL wieder einen kommentierten Livestream an.

 

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