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Kindernotfallseminar war ein voller Erfolg

Erste Hilfe am Kind – VIACTIV und Förderverein veranstalteten Kindernotfallseminar im Seehof

Stabile Seitenlage und Herz-Lungen-Wiederbelebung haben die meisten Menschen irgendwann schon einmal gehört. Doch wie war das nochmal..? Drei Mal drücken, zwei Mal pusten. Oder einmal pusten, zwei Mal drücken… Es sind Grundlagen, die eigentlich jeder, der einen Führerschein hat oder sportlich aktiv ist, kennen sollte. Denn Ersthilfe am Unfallort ist meistens entscheidend dafür, ob und wie sich der Verletzte wieder erholen kann. Doch leider achten viel zu wenige Menschen darauf, ihr Können in Sachen Erste-Hilfe auf neuestem Stand zu halten. Und ganz besonders wichtig wird es, wenn Kinder im Spiel sind.

„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Kindernotfälle sind sehr speziell und auf Kinder muss dabei man ganz anders eingehen,“ sagt Thomas Kell. Im Auftrag der VIACTIV Krankenkasse ist er deutschlandweit als Notfallsanitäter und Erste-Hilfe-Ausbilder unterwegs, um Erwachsene in Sachen Erste Hilfe am Kind zu schulen. So auch am 22. Januar in Haltern. Rund fünf Stunden lang brachte er den 17 Teilnehmern im Hotel Seehof die wichtigsten Grundlagen für den Ernstfall bei. Denn bei der Ersthilfe gibt es einige Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern.

Das beginnt schon bei der Ursache für einen Atemstillstand oder Bewusstlosigkeit. „Bei Erwachsenen ist der Grund meistens das Herz-Kreislauf-System selbst. Bei Kinder jedoch handelt es sich in den überwiegenden Fällen um einen Fremdkörper, der das Atmen blockiert. Deswegen sind die ersten Maßnahmen am Kind anders aufgebaut,“ erklärt Thomas Kell. Hinzu kämen die Emotionen, denn sobald ein Kind in einen Notfall verwickelt sei, wären viel stärkere und ganz andere Emotionen im Spiel. Umso wichtiger, dass im Ernstfall alle Handlungsschritte sitzen.

Das finden auch die Teilnehmer des Kurses. Viele von ihnen sind selbst Eltern oder arbeiten mit Kindern zusammen. So wie Marion Schorn und Thomas Schulte-Südhoff. Ihnen ist es absolut wichtig, im Ernstfall schnell handeln und damit vielleicht sogar ein Leben retten zu können. Was eigentlich normal sein sollte, ist jedoch nicht die Regel, weiß der Experte Thomas Kell: „In Deutschland erleiden jährlich geschätzt rund 4.000 Kinder einen Atemstillstand. Davon erreichen nur 50 Prozent das Krankenhaus, wovon nur 30 Prozent überleben. Und von diesen wiederum bleiben nur 5 Prozent ohne Schäden. Das sind nur 30 von 4.000 Kindern.“ Das Schlimme daran sei, dass viele von ihnen gerettet werden könnten – hätte ein Ersthelfer eingegriffen.

„Der größte Fehler, den man machen kann, ist gar nichts zu tun“, so Thomas Kell. „Deswegen ist es so wichtig, sein Können in Sachen Erste-Hilfe regelmäßig aufzufrischen.

Text/Fotos: Felicitas Bonk

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