TuS I.

Oberliga: Albrecht ist der Mann der Stunde

„Es läuft aktuell ganz gut“, sagt Yannick Albrecht, Spieler des TuS Haltern in der Fußball-Oberliga. Denn er schoss am Samstag sein Team nicht nur in der 117. Minute mit dem entscheidenden 1:0 beim SV Lippstadt in das Halbfinale des Westfalenpokals. Auch in den vergangenen drei Oberligaspielen der Halterner trug sich 23-Jährige vier Mal in die Torjägerliste ein. Mit insgesamt fünf Toren liegt er auf dem zweiten Platz der internen Torjägerliste. „Mit den letzten Wochen bin ich sehr zufrieden“, sagt er. Seit dem Spiel gegen die Sportfreunde Siegen (7:0) blüht der Neuzugang der Hammer SpVg. merklich auf.

Ein Zahlenspiel: In seinen neun Oberliga-Einsätzen vor dem Duell gegen Siegen kam Albrecht auf 203 Minuten Spielzeit (rund 22 Minuten im Schnitt) und einen Treffer. In den vergangenen drei Duellen spielte er immer von Anfang an, traf vier Mal bei insgesamt 224 Minuten Spielzeit (75 im Schnitt).

Zwischenraumspieler

„Ich habe etwas gebraucht, um anzukommen“, erklärt Albrecht. „Er war ein bisschen ein Opfer unseres Systems“, sagt sein Trainer Magnus Niemöller. Denn bis zur 0:1-Niederlage beim SV Schermbeck spielte der TuS meist mit einer Fünferkette. „Dann haben wir entschieden, dass wir gegen Siegen einen Zwischenraumspieler brauchen“, erklärt Niemöller.

Und der stellte das System seiner Mannschaft um: Angelehnt an ein 4-2-3-1-System begann Albrecht zentral hinter Stürmer Stefan Oerterer. „Im Zentrum fühle ich mich wohler als auf den Außen“, sagt Albrecht. Dort könne er sich besser in die Offensive einbringen, Chancen und Vorlagen einleiten sowie Torgefahr erzeugen. „Ich bin eher nicht so der Tempospieler, der dann in das Eins-gegen-Eins geht“, erklärt Albrecht. „Auf der Zehn bin ich am besten aufgehoben.“

Binnen 56 Minuten versenkte er den Ball zwei Mal im Kasten der Siegener. „Die beiden Treffer waren sehr befreiend und gaben mir Selbstvertrauen“, erklärt der 23-Jährige. „Ich freue mich sehr für ihn“, sagte sein Trainer damals wenige Minuten nach Abpfiff.

Eine Woche später in Holzwickede – der TuS spielte im selben System – sorgte Albrecht dann für den 2:0-Endstand. Wiederum eine Woche später dann traf er zum richtungsweisenden 1:0 gegen tiefstehende Gütersloher – den Standard versenkte er direkt. Das System der Halterner: 4-2-3-1.„Und jetzt rtifft er auch noch Standards“, sagt sein Trainer Niemöller. „Da hat einfach alles gepasst“, erklärt Albrecht. Am Samstag dann folgte der entscheidende Treffer gegen Lippstadt im Viertelfinale des Westfalenpokals. „Das war wirklich schön“, erklärt er. Denn wenige Sekunden vor Abpfiff ließ er noch eine gute Chance auf die Führung und wahrscheinlich die Entscheidung liegen.

„Nicht so üblich“

„Eigentlich bekommt man in so einem Spiel nicht so viele Möglichkeiten“, sagt er. Der Lohn für die Halterner ist das Halbfinale gegen einen weiteren Regionalligisten. „Für eine Oberliga-Mannschaft ist das nicht so üblich“, sagt er.

Am Sonntag wartet auf die Elf von Niemöller das Oberliga-Auswärtsspiel bei RW Ahlen. Die Ahlener haben zwar am vergangenen Spieltag verloren, fuhren davor aber vier Siege ein. Die Halterner sind seit drei Spielen siegreich und haben auch auswärts wieder gewonnen. Immer mit Albrecht in der Startelf.

Quelle/Foto: Halterner Zeitung

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