TuS I.

Oberliga: Letzte Schicht in Brünninghausen

Am kommenden Sonntag, um ca. 16.50 Uhr, endet für den TuS Haltern die erste Oberliga-Saison der Vereinsgeschichte. „Es war eine fabelhafte und großartige Performance der Mannschaft. Ein großer Dank gilt allen Spielern, den Verantwortlichen und den Zuschauern, die allesamt eine Atmosphäre geschaffen haben, in der wir uns stets super wohlgefühlt haben. Wir gehen mit einem ganz tollen und stolzen Gefühl aus dieser Spielzeit,“ spart Halterns Trainer Magnus Niemöller nicht mit Lob.

Doch bevor es in die hochverdiente Sommerpause geht, steht noch das letzte Oberligaspiel beim Tabellen-Siebten FC Brünninghausen an (15.00 Uhr, Stadion am Hombruchsfeld).

Ein bedeutungsloser Kick? „Nein,“ widerspricht der Coach vehement und energisch, um gleichzeitig auch noch einmal auf die vakante Aufstiegssituation hinzuweisen. „Es wird für uns noch einmal ein sehr ernstes, inhaltsvolles und substanzhaltiges Match.“

Denn: Fakt ist, dass der ASC Dortmund (am Sontag spielfrei), der FC Kann-Marienborn (in Hamm) und der SV Lippstadt (gegen Siegen) aller Voraussicht nach die Ränge eins bis drei unter sich ausmachen werden. Dahinter „tobt“ ein Dreikampf zwischen Hamm, Haltern (beide jeweils 54 Punkte) und Schalke (52 Punkte) um Platz vier, der möglicherweise noch spannend und bedeutungsvoll werden kann. Denn sollten aus urplötzlichen Gründen der ASC 09 und Kaan-Marienborn keine Regionalligalizenz erhalten, würde besagter Rang als letzter Aufstiegsplatz berechtigen und der Tabellenvierte somit in die Regionalliga West nachrücken.

Egal, wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich dieses Szenario ist – die „Minichance“ auf Platz vier wollen wir natürlich noch nutzen. Für dieses Denkmodell „können wir uns allerdings nur mit einem Auswärtssieg qualifizieren und müssen gleichzeitig darauf hoffen, dass Hamm nicht gegen Kaan-Marienborn gewinnt.“. Bei dieser Konstellation wäre der vierte Platz für Haltern perfekt, unabhängig davon, ob Schalkes U23 seine Partie in Sprockhövel gewinnt. Um es in Magnus Niemöllers Worten auszudrücken: „ Wir befinden uns am letzten Spieltag in einem Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis.“

Gegen den FC Brünninghausen erwartet der TuS-Coach allerdings einen “herausragenden Gegner, der nicht ohne Grund da oben steht und ebenfalls über die Liga in den kommenden Westfalenpokal-Wettbewerb eingezogen ist. Sie spielen sehr direkt, haben ganz klare Abläufe in ihrem Spiel, viel Geschwindigkeit; Mut und Fleiß. Das wird ein ganz enges Spiel mit der Gewissheit, dass wir sehr, sehr viel zu tun bekommen werden“. Dennoch gebe es keinen Grund zur Sorge, man wolle den Dortmundern schließlich „auf Augenhöhe begegnen. Wir werden gewappnet sein. Es wird spannend zu sehen, wer die bessere Tagesform findet.“.

Dass es unheimlich kompliziert werden wird, den kommenden Gegner in seinem  letzten Heimspiel zu ärgern, ist selbstredend. Doch: Die minimale Chance auf Platz vier wollen die Seestädter nicht ungenutzt lassen. Dafür „stand im Abschlusstraining im Vordergrund, wie wir den Gegner bespielen wollen“, so der Trainer. Dass der TuS verteidigen kann, hat er in den vergangenen Monaten mehrfach unterstrichen, dass er gnadenlos effizient sein kann, ebenso.

Stellt sich die Frage: Schnelle Konter oder ein hohes Pressing? Beide Prinzipien könnten in Dortmund ein Mittel sein. Mit Deniz Batman könnte nach Verletzungspause wie gewohnt über links ein leichtfüßiger Mann wirbeln. Diese Umstellung spräche auch dafür, Janis Scheuch vom  Flügel in die Zentrale zu beordern und beispielsweise mit Lukas Opiola einen weiteren explosiven Sprinter zu bringen. Der Trainer will dabei auch nicht ausschließen, seine Systematik gegenüber den beiden letzten Spielen zu verändern. Eine Schlüsselrolle in diesem Zusammenhang könnte am Sonntag auch Marcel Ramsey einnehmen, dem nach Oberschenkelproblemen ein Kaderplatz winkt.  Andre Koch, Maurice Pagels und Thomas Swiatkowski sind beim Saisonfinale nicht mit dabei.

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