Fussball TuS II.

Stadtmeisterschaft: U23 im Halbfinale gefordert

Wenn man sich die Ligazugehörigkeit ansieht, scheint die Rollenverteilung bei den beiden Halbfinals der Stadtmeisterschaft klar verteilt. Auf der einen Seite stehen der SV Lippramsdorf und die U23 des TuS Haltern, beides Bezirksligisten. Ihnen gegenüber stehen der SV Bossendorf aus der Kreisliga B und Concordia Flaesheim aus der Kreisliga A.

Auch Michael Hellekamp, Trainer des SV Lippramsdorf, weiß, dass sein Team gegen Bossendorf aufgrund der höheren Liga als leicht favorisiert angesehen werden kann. Er mahnt aber auch, dass bei den aktuellen Temperaturen und dem Spielmodus von zweimal 30 Minuten alles möglich sei. Druck verspüre er sowieso nicht, erzählt er. Er sehe die Stadtmeisterschaft als Prestige-Veranstaltung. Man wolle sich vor allem mit überzeugendem Fußball gut präsentieren.

Mit den bisherigen Spielen ist der Trainer des amtierenden Stadtmeisters weitestgehend zufrieden. „Wir hatten zwei gute Spiele. Das gegen Flaesheim war weniger gut.“ Dennoch konnte man das ausgeschriebene Minimalziel erreichen und Gruppenerster werden. Von den Bossendorfern erwarte er nun ein engagiertes und konzentriertes Auftreten. Er geht von einem motivierten Gegner aus, erklärt er. Immerhin sei es doch ein besonderer Reiz, gegen eine Mannschaft aus einer höheren Liga zu spielen. „Sie werden alles in die Waagschale werfen.“

Krasser Außenseiter Beim SV Bossendorf freut man sich bereits auf das Halbfinale gegen den Bezirksligisten. Mit dem Einzug unter die letzten Vier habe man aber bereits das Optimum erreicht, so Trainer Thomas Joachim. Vor allem auch mit Blick auf das letzte Gruppenspiel betont der Trainer, dass man ziemlich glücklich weitergekommen sei. „Dort war am Ende schon die Luft raus“, sagt er. Man müsse schauen, ob für das Halbfinale noch einige Alt-Herren nachnominiert werden müssten. Durch ein paar Verletzungen und weitere urlaubsbedingte Ausfälle gäbe es sowieso schon personelle Probleme.

Für ihn ist Lippramsdorf auch der klare Favorit im Halbfinale. Vom amtierenden Stadtmeister erwartet er von Beginn an Druck und im Normalfall auch den Finaleinzug. Allerdings ergänzt er noch: „Im Pokal ist alles möglich.“ Im anderen Halbfinale sieht er den TuS Haltern als eindeutigen Favoriten.

In die gleiche Richtung geht auch Concordia Flaesheims Trainer Michael Onnebrink. Seiner Meinung nach hat der TuS den „qualitativ besten Kader“. Daher liege der Druck auch „einzig und allein bei ihnen“, während sein Team entspannt in das Halbfinale gehen könne. „Der Halbfinaleinzug war nicht zwingend zu erwarten.“ Daher habe man auch alle Ziele bereits erreicht. Das Spiel gegen den TuS sei nun eine Art Bonus. Bereits vor dem Turnierstart hatte Onnebrink den Bezirksligisten als Favoriten genannt. Daran habe sich auch jetzt nichts geändert, erklärt er: „Alles andere als der Titelgewinn des TuS wäre aberwitzig.“ Er sei sich sicher, „dass sie, anders als die letzten zwei Jahre, diesmal mit dem Druck gut umgehen werden“.

Mit den bisherigen Leistungen seiner eigenen Mannschaft ist er absolut zufrieden. Einzig das erste Spiel gegen den ETuS Haltern sieht er kritisch. Dort habe man Torchancen für zwei Spiele gehabt, aber am Ende doch nur mit einem Tor Vorsprung gewonnen. Mit mehr erzielten Toren wäre man nun dem TuS Haltern aus dem Weg gegangen.

Druck standhalten Michael Onnebrink ist allerdings auch froh, gegen den TuS zu spielen. Beim Spiel am heutigen Abend wird dann erstmals die Defensive seiner Mannschaft mehr gefordert sein. Dabei werde er dann sehen können, wie gut seine Mannschaft dem gegnerischen Druck standhalten kann, erklärt er.

Druck wollen die Spieler des TuS Haltern heute nur auf den Gegner ausüben. Sich selbst setzen die Spieler und das Trainerteam des Erstplatzierten der Gruppe B dabei nicht unter Druck, erklärt Co-Trainer Thomas Lange. Er wisse aber auch, dass man auf dem Papier der Favorit sei. Dieser Rolle wolle man nun vor allem auch spielerisch gerecht werden.

Dabei schaue man weniger auf den Gegner, sondern konzentriere sich mehr auf die eigene Mannschaft. Man wolle das eigene System durchsetzen und sich nicht am Gegner orientieren, sagt Lange. „Wir wollen den Gegner unter Druck setzen und spielbestimmend agieren.“

Letztendlich sieht er das Turnier aber immer noch als Vorbereitung auf die neue Saison. Der Titel bringe am Ende nichts, wenn dafür die Saison schiefgehen würde. Auch bei seinem Team gebe es noch einige Verletzte und Urlauber, erzählt er. Aber dennoch ist er sich sicher, am Abend auf einen vernünftigen Kader zurückgreifen zu können.

Quelle: Halterner Zeitung

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