Fussball Talentschmiede

U17: ETuS hat am Ende die Nase vorn

Kurz nach dem Abpfiff des letzten Spiels bei den B-Junioren-Hallenfußball-Stadtmeisterschaften am Sonntag geriet der sportliche Erfolg des ETuS Haltern in den Hintergrund: Nach Schluss bildete sich ein Handgemenge auf dem Spielfeld, an dem sowohl Spieler und Verantwortliche als auch Zuschauer – die über die Bande auf das Spielfeld sprangen – beteiligt waren.

Was war passiert? Das letzte Spiel des Tages zwischen dem ETuS Haltern und dem TuS Haltern sollte die Entscheidung über den Stadtmeistertitel bringen. Während des Spiels kassierten beide Mannschaften Zeitstrafen – es waren die ersten des Turniers. Auf den Rängen habe sich die Stimmung hochgeschaukelt: „Es saßen junge Spieler des ETuS auf der Tribüne nahe der Bank des TuS Haltern“, sagt Hannes Leopold, Jugendwart des SSV Haltern, der vor Ort war. Die Auswechselspieler des TuS Haltern hätten sich diverse Sprüche anhören können. „Später hat man mir gezeigt, dass auch ein Feuerzeug geworfen wurde“, sagt Leopold.

Nach dem Abpfiff eskalierte die Situation und wurde unübersichtlich. „So haben wohl erst einige Spieler des TuS Haltern in der Jubeltraube des ETuS gestanden“, sagt Leopold. Jörg Haller, Betreuer der B-Jugend des ETuS, erklärte, „dass nach dem Spiel Leute auf das Spielfeld gerannt sind. Dann wurde rumgeschubst und rumgeschlagen.“

Pizza und Kaltgetränke

„Es kann passieren, dass beim Fußball die Emotionen hochkochen, aber es darf nicht zu Handgreiflichkeiten kommen. Es ist schade und traurig zugleich, dass es dazu gekommen ist. Glücklicherweise haben wir die Situation schnell in den Griff bekommen“, sagte Daniel Winkelkotte, Pressesprecher des TuS.

Sportlich setzte sich der ETuS verdient mit nur einem Gegentor in drei Spielen die Krone auf. Gefeiert wurde später „bei Pizza und Kaltgetränken“, sagte Haller.

Ein Nachspiel werden die Szenen nach Abpfiff aber wohl haben: „Beide Vereine haben mir zugesichert, mit den Spielern zu sprechen und das Handeln auch zu sanktionieren“, sagt SSV-Jugendwart Leopold. Er könne sich auch vorstellen, dass die Vorfälle Auswirkungen auf das kommende Jahr haben wird. „Wir werden sicherlich dafür sorgen, dass die Fanlager getrennt werden“, sagt er. Am Turnier wolle er persönlich aber festhalten: „Wir wollen den Spielern nur wegen einiger Chaoten nicht den Spaß nehmen.“ In einer Sache, da waren sich alle einig: Gewalt hat im Sport nichts zu suchen.

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